Big Data
Der Begriff «Big Data» findet sich erst in jüngster Zeit in der Literatur. Er verdeutlicht aber, dass heutzutage auf einfache Weise grosse Mengen sehr unterschiedlicher Daten erfasst, gespeichert und analysiert werden können.
Eine einheitliche Definition existiert zwar bislang nicht. Eine systematische Untersuchung der Begriffsverwendung durch Jonathan Stuart Ward und Adam Barker nennt aber folgende wiederkehrende Merkmale von Big Data: Demnach bilden die Grösse und die Komplexität der Datenmenge (Diversität, Dynamik der Zunahme des Datensets etc.) sowie die für deren Analyse verwendeten Technologien die kritischen Faktoren. Gängig ist eine Charakterisierung von Big Data anhand der vier «V»: Volume (Datenmenge), Variety (Heterogenität der Datenquellen und -arten), Velocity (Geschwindigkeit der Zunahme der Datenmenge; Sampling-Rate) und Veracity (Aspekte bezüglich der Zuverlässigkeit und des Informationsgehalts der Daten).
AGB
Allgemeine Geschäftsbedingungen
App
Anwendungsprogramm, insbesondere für mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablet-Computer
Cloud Computing
Cloud Computing ist ein Modell, das es erlaubt, bei Bedarf jederzeit und überall bequem über ein Netz auf einen geteilten Pool von konfigurierbaren Rechnerressourcen (zum Beispiel Netze, Server, Speichersysteme, Anwendungen und Dienste) zuzugreifen, die schnell und mit minimalem Managementaufwand oder geringer Serviceanbieter-Interaktion zur Verfügung gestellt werden können. (NIST-Definition)
Cookie
Ein Cookie (genauer: Browser-Cookie) ist ein Datensatz, den ein Server auf dem Endgerät des zugreifenden Nutzers ablegt, wenn dieser mit seinem Browser eine Website besucht. Bei einem erneuten Zugriff auf die gleiche Website kann der Server den Benutzer dann als den früheren Besucher wiedererkennen. Wenn eine andere Person den gleichen Computer benutzt, kann der Server dies allerdings nicht unterscheiden.
Datenschutz
Die Privatsphäre jeder einzelnen Person ist gemäss Artikel 12 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte geschützt: «Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, seine Wohnung und seinen Schriftverkehr oder Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden. Jeder hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen solche Eingriffe oder Beeinträchtigungen.» Um diesen Schutz zu gewährleisten, kommen die beiden Prinzipien Zweckbindung und Datensparsamkeit zum Zug. Daten sollen nur zu dem Zweck verwendet werden, für den sie erhoben wurden, und es sollen nur so viele Daten erhoben werden, wie für diesen Zweck tatsächlich benötigt werden. Die Vorratsdatenspeicherung widerspricht diesen Prinzipien, da sie Daten sammelt, ohne dass der Zweck genau schon bekannt ist.
Eine Anonymisierung der Daten ist für den Schutz der Privatsphäre nur dann ausreichend, wenn aus der Kombination verschiedener anonymisierter Datenbestände keine Rückschlüsse auf Personen möglich sind.
Informationelle Selbstbestimmung wird in der Regel definiert als das Recht des Einzelnen, selbst über das Erheben, Speichern, Verwenden und Weitergeben persönlicher Daten bestimmen zu können. Eng mit der Forderung nach informationeller Selbstbestimmung verbunden ist die Forderung nach Kontrolle über die eigene digitale Identität. Das Funktionieren eines Wirtschaftssystems braucht gesetzliche Grundlagen. Dazu gehören das Eigentums- und das Urheberrecht. Im Fall von Big Data stellt sich die Frage, inwieweit Daten ebenfalls unter diese Rechtsnormen fallen. Es stellt sich die Frage nach dem Dateneigentum.
DSGVO
Datenschutz-Grundverordnung der EU. Gilt seit dem 25. Mai 2018 in allen EU-Mitgliedstaaten.
DSG
Bundesgesetz über den Datenschutz (Schweiz)
IKT
Informations- und Kommunikationstechnologie. Die Bezeichnung wird meist auf die elektronischen und heute weitgehend digitalen Technologien der Informationsverarbeitung und Telekommunikation bezogen.
IP-Adresse
Eine von einem Computernetzwerk an den teilnehmenden Computer zugewiesene Adresse, die diesen im Netzwerk identifiziert. Aus der IP-Adresse, von der aus ein Nutzer z.B. auf eine Website zugreift, kann sehr grob auf seinen aktuellen Aufenthaltsort geschlossen werden.
RFID
Radio Frequency Identification. Eine Technik zur kontaktlosen Identifikation durch Datenaustausch über Funkwellen, in der Regel über Entfernungen von unter einem Meter. Aus dem Alltag bekannte Anwendungen sind die «Funketiketten» in Verpackungen und Bibliotheksbüchern, RFID-Schlüssel, kontaktlos auslesbare Ausweise, Bank- und Kreditkarten sowie Chips zur Tieridentifikation.
SCHUFA
Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Deutschland)
Scoring
Beim Scoring von Personen wird versucht, aus den über eine Person bekannten Daten deren zukünftiges Verhalten zu prognostizieren. Insbesondere wird beim Kreditscoring die Wahrscheinlichkeit ermittelt, mit der eine Person einer Zahlungsverpflichtung nachkommen bzw. nicht nachkommen wird.
SIM
Subscriber Identity Module, auch «SIM-Karte» genannt, dient zur eindeutigen Identifikation eines Mobiltelefon-Nutzers durch die Stellen, mit denen das Mobiltelefon Daten austauscht.
ZEK
Zentralstelle für Kreditinformation (Schweiz)